Was Penguin und Pandas mit dem digitalen Geschäftserfolg zu tun haben

Google LogoDer digitale Geschäftserfolg hängt in der heutigen Zeit maßgeblich von den Platzierungen bei Google ab. Schließlich ist die eigene Webseite ein nicht zu vernachlässigender Vertriebskanal. Im Grunde sind, je nach Suchbegriff, nur Platzierungen auf der ersten und teilweise auf der zweiten Ergebnisseite relevant. Wir befinden uns damit im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Doch was hat Suchmaschinenoptimierung, die eigene Webseite oder ein Onlineshop mit Penguin und Pandas zu tun? Es dreht sich natürlich um Google und die Veränderungen, bzw. die Updates die Google in den letzten Jahren durchgeführt hat. Davon sind alle Internetpräsenzen betroffen, die den Anspruch haben, von Ihrer Zielgruppe auch gefunden zu werden.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen was die Updates von Panda und Penguin sind und welche Auswirkungen es haben kann sich dagegen zu wehren. Anhand einer Beispielseite werden Sie sehen, wie wichtig professionelle Suchmaschinenoptimierung sein kann.

Google Panda Updates

Panda ist ein interner Codename bei Google, der eine Art Filter beschreibt, welcher sich mit den Inhalten, Strukturen und dem Userverhalten auf einer Webseite befasst. Google ist mittlerweile in der Lage gute Inhalte von schlechten Inhalten zu unterscheiden. Das ist auch für Googles Anspruch, die besten Seiten für einen bestimmten Suchbegriff zuerst aufzulisten, zwingend erforderlich.

Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  • Inhalte (Texte)
  • Wie lange jemand auf der Seite ist
  • Absprungrate (Bounce Rate)
  • Werbeanzeigen
  • Übereinstimmung von Seitentitel und dem Inhalt

Seitdem Google 2011 die Panda Updates eingeführt hat, sind qualitativ hochwertige Texte wohl einer der größten Rankingfaktoren (Platzierungen bei Google). Diese Texte müssen einen Mehrwert bieten, einzigartig sein (kein Duplicate Content!), sich in einer vernünftigen Struktur befinden und in ausreichender Länge vorhanden sein.

Wie lange jemand auf einer Seite bleibt oder sofort (innerhalb von 30 Sekunden) wieder zurück zu Google springt, sind auch entscheidende Rankingfaktoren. Beide haben natürlich mit den präsentierten Inhalten zu tun. Ist der Inhalt nicht wie erwartet, dann geht man zurück zu Google und sucht bei der Konkurrenz. Passiert dieses Verhalten häufiger, wird die Konkurrenz an einem vorbei ziehen, was die Position bei den Suchergebnissen betrifft.

Webseiten, die mehr durch aufdringliche Werbeanzeigen auffallen, als durch Mehrwert schaffende Inhalte, haben bei Google als Vertriebsweg keine Chance. Jedoch muss ich betonen, dass Google nichts gegen Werbung an sich hat. Schließlich gehört Google selbst zu den größten Werbenetzwerken. Laut deren Richtlinien werden aber nicht mehr als 3 Werbeblöcke pro Seite geduldet.

Mittlerweile wurden von Google 25 Panda Updates durchgeführt und es ist kein Ende in Sicht. Mit jedem Update werden die Faktoren noch weiter verfeinert.

Google Penguin Updates

Wird auf einer anderen Seite ein Link (Backlink) zu Ihrer Seite gesetzt, so versteht Google das als eine Art Empfehlung. Es ist hier so wie im echten Leben: Wenn jemand anderes sagt, das Mittagsmenu in Restaurant XY ist besonders gut, so wird es sicher auch von anderen ausprobiert. Je mehr gute „Empfehlungen“ für die eigene Seite bestehen, desto höher wird auch die Platzierung in den Suchergebnissen sein.

Leider war es in der Vergangenheit so, dass bei Verfügung des technischen Know-Hows solche Backlinks in irgendwelchen Linknetzwerken teilweise automatisiert erstellt werden konnten. Selbstverständlich sind über solche Links so gut wie keine potentiellen Kunden auf die eigene Seite oder den Onlineshop gekommen. Diese Linknetzwerke wurden ausschließlich für Google erstellt, um vorzugaukeln, dass die eigene Seite doch ganz toll wäre, indem sie andere schlecht macht.

Seit Mitte 2012 ist das glücklicherweise Geschichte, denn da veröffentlichte Google seine Penguin Updates, die sich mit der Backlinkstruktur befassen. Seitdem werden Webseiten konsequent abgestraft, die über schlechte Backlinks (z.B. aus dubiosen Linknetzwerken) verfügen. Seit 2012 wurden insgesamt 4 Penguin Updates veröffentlicht, das aktuellste erst letzte Woche.

Bekanntestes „Opfer“ aus der letzten Woche war der Online Möbelhändler Home24, welcher praktisch über Nacht knapp 60% seiner Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen verloren hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das kein schöner Tag für die SEO Abteilung bei Home24 gewesen ist.

Ist eine Seite erst einmal von einem Penguin Update betroffen, dann ist es sehr schwer da wieder auf den Stand von vor dem Update zu kommen. Die folgende Grafik zeigt eine Seite aus dem KMU Bereich, die durch solch ein Update massiv abgestürzt ist und sich davon bis heute nicht mehr erholt hat.

Pinguin Opfer

 

Dieses Beispiel soll zeigen, dass es auch kleinere Unternehmen sehr hart treffen kann. Die Suchmaschinenoptimierung, bzw. die Platzierungen bei Google sind für einige Unternehmen entscheidend über Erfolg und Misserfolg. Deswegen sollte so etwas immer von professionellen SEOs gemacht werden!

Doch was kann getan werden, um aus einem solchen Tief wieder heraus zu finden? Da diese Updates erst seit einem Jahr existieren, gibt es dazu auch keine pauschal gültige Antwort. Eine Möglichkeit wäre das eigene Backlinkprofil genau zu analysieren und die schlechten Links zu entfernen. Jedoch ist es nicht einfach die schlechten Links überhaupt erstmal zu identifizieren. Bei 10.000 Backlinks, die bei einem seit längerem bestehenden KMU gar nicht mal so unüblich sind, wäre die anfallende Arbeit enorm und benötigte viel Zeit.

Etwas radikaler, aber je nach Einzelfall durchaus zu diskutieren, wäre die Domain komplett zu schließen und die Seite neu aufzubauen. Einige Unternehmen mussten sich bereits dazu entscheiden, da der Kosten-Nutzen Faktor nichts anderes zugelassen hat.

Backlinks zu bekommen ist somit viel schwieriger geworden, als noch vor ein paar Jahren. Die linkenden Webseiten müssen themenrelevant sein und die Zielgruppe muss passen. Ein professioneller Backlinkaufbau benötigt deswegen eine sehr gute Strategie, Planung und Umsetzung. Ansonsten kann es jedem so gehen, wie auf dem oben angezeigten Beispiel.

Fazit

Google wird so auch in Zukunft weiterverfahren. Matt Cutts, oberster Wächter der Suchergebnisse bei Google, teilte bereits kurz nach dem letzten Penguin Update mit, dass Nachjustierungen folgen werden und bereits im Sommer neue Updates anstehen.

Diese noch junge Entwicklung zeigt die Schnelllebigkeit im Online-Business. Versteht man seine eigene Webseite als Vertriebswerkzeug, dann kommt man nicht umher sich damit zu beschäftigen. Bei einem Onlineshop versteht sich das von selbst. Ein sehr hoher Prozentsatz an Käufern kommt schließlich über die Google Suche. Fällt dieses Werkzeug weg, weil das Unternehmen einfach nicht mehr gefunden wird, kann das ganze Geschäftsmodell schon mal in Frage gestellt werden.

Da wir gerade beim Thema Geschäftsmodell sind. Durch diese Umstellungen bei Google wurden sehr vielen SEO Agenturen der Boden unter den Füßen und damit die Geschäftsgrundlage weggezogen. Anstatt sich jedoch den Herausforderungen zu stellen, agieren viele schwarze Schafe noch nach dem alten Muster und bauen minderwertige Backlinks auf. Das so etwas mehr schadet als nutzt sollte inzwischen klar sein.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es natürlich nicht nur Verlierer durch diese Updates gibt. Schließlich sind die ersten Seiten bei Google weiterhin voll mit Ergebnissen. Webseiten und Onlineshops einen Mehrwert bieten und professionell betrieben werden, die sind bereits die Gewinner oder werden es in Zukunft sein.

 

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David S. Möllers

Vor 6 Jahren

Hallo Daniel,

Danke für die interessante Erklärung, jedoch würde würde ich nochmal gerne genau nachfragen.
Panda ist ein Mechanismus von Google der sich mit dem Seitenaufbau beschäftigt und Pinguin mit der Backlinkstruktur.
D.h Panda und Pinguin co-exisitieren und das andere ist kein Up-date vom anderen ?

Daniel Höhnke

Vor 6 Jahren

Hallo David,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast es im Grunde genau richtig zusammengefasst. Panda und Pinguin sind zwei verschiedene Arten, wie Google seinen Algorithmus updated.

Auf den ersten Blick sind diese unabhängig voneinander, im Endeffekt jedoch für Seiten- & Shopbetreiber fällt beides am Ende zusammen.

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