Quelle: ecommerce-future.de

Michael Atug, einer der wohl bekanntesten E-Commerce Persönlichkeiten in Deutschland (eCommerce Rockstar), veranstaltete in Zusammenarbeit mit Synaigy am vergangenen Donnerstag im RheinEnergie Stadion in Köln die E-Commerce Future Konferenz. Mit einem beispielhaften Blick auf die Themen künstliche Intelligenz, Amazonisierung und Business Development sollte ein Blick in die Glaskugel gewagt werden, was uns im E-Commerce in der Zukunft so alles erwarten wird.

Ein richtig volles Programm mit wirklich hochkarätigen Speakern konnte man der Agenda schon entnehmen und es wurde nicht zu viel versprochen! Gleich mit einem “Kracher” wurde begonnen, indem Dr. Kai Hudetz über das Thema “Amazonisierung des Konsums” recht lange, sehr intensiv und “augenöffnend” referiert hat.

 

Vorträge auf höchstem Niveau bei der E-Commerce Future 2018

Stellvertretend für die tollen Vorträge möchte ich hier noch Stefan Edl (Head of Retail bei Facebook) und Marcus Diekmann (Accell Group) nennen. Stefan Edl stellte in seinem Vortrag die unglaublichen Reichweiten-Möglichkeiten aus dem Facebook Universum dar. Interessant ist hier, dass sich Facebook wohl als Freund des Händlers im Kampf gegen Amazon sieht und entsprechende Produkte Händlern zur Verfügung stellt. Das kannten wir bisher nur von Google. Marcus Diekmann ging auf die Schnelllebigkeit im E-Commerce ein. Sehr anschaulich und unterhaltsam zeigte er die Notwendigkeit, sich ständig selbst auf die Probe zu stellen. Krönender Abschluss war der sehr unterhaltsame “Shoptalk”, wo Vertreter von Shopify, Shopware, Intershop, Oxid und Smart Store gemeinsam in den “Podiumsring” gestiegen sind.

Die Qualität der Vorträge waren durchweg alle auf einem sehr hohen Niveau und haben das Ziel meiner Meinung nach in jedem Fall erreicht, ein Stück weit in die Zukunft zu blicken. Allgemeiner Tenor der Konferenz: Jeder Händler muss zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, bei der richtigen Person sein, um Kunden anzusprechen. Das kann Amazon sein, das kann der Shop sein, aber in Zukunft eben auch ganz woanders. Apropro Händler, wo waren die eigentlich…

Viele Dienstleister, kaum Händler

Die E-Commerce Future war mit rund 300 Teilnehmern komplett ausverkauft. Recht schnell wurde jedoch deutlich, dass nur ein Bruchteil davon Händler vertreten haben. Dies hat mich doch sehr stark verwundert, da gerade mit Michael Atug jemand diese Veranstaltung organisiert und promotet hat, welcher wie kaum ein anderer direkten “Einfluss” auf tausende Händler hat. Dies ist eine Entwicklung, die sich leider bei den meisten E-Commerce Veranstaltungen zeigt, dass immer nur sehr wenig Händler die Chancen nutzen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Gerade hierzu ist diese Konferenz ja gemacht worden!

Onlinehändler können heute nicht mehr einfach nur Händler sein, sondern müssen sich gleichzeitig eben auch als Technologieunternehmer verstehen. Ob sie wollen oder nicht, denn die Welt (und somit gerade auch die Handelswelt) wird immer technologischer. Michael Atug hat es auf der Konferenz selbst wohl ganz treffend festgehalten: “Es geht ja allen im Moment sehr gut”. Das ist wohl wirklich der Hauptgrund ganz generell. Jedoch ist diese Haltung meiner Meinung nach viel zu kurzsichtig, den der Handel verändert sich gerade in einer Geschwindigkeit, die es so noch nicht gegeben hat. Ist man hier als Händler nicht am Ball, dann merkt man es gar nicht, bis es schon zu spät sein kann.

Händler, die diesen Artikel hier gerade lesen, dürfen meine Aussagen als gut gemeinte Empfehlung verstehen sich ebenfalls ständig weiterzuentwickeln. Erfolgt diese Weiterentwicklung nur einseitig auf Dienstleister-Ebene, dann ist das für Händler eine sehr große Gefahr. Bei uns in der Branche gibt es einige gute, jedoch auch leider sehr viele schlechte Dienstleister.

 
1 Antwort
  1. Michael sagte:

    Ca. 15 Online-Händler waren an diesem Tag bei mir im Workshop für Onlineshop-Betreiber, den wir relativ spontan in der hinteen Loge durchgeführt haben.
    Das kann man zwar auch als Indiz werten, dass Onlinehändlern die Gegenwart näher liegt als die Zukunft, aber letztendlich muss jeder erst mal für sich erkennen, wo er aktuell steht umd schon morgen beginnt die nahe Zukunft.
    Auf gut deutsch: morgen ist gestern schon heute.😄

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